Gutmütig. Faszinierend. Langlebig.

Das sind die wichtigsten Eigenschaften des kleinwüchsigen und relativ leichten Hochlandrindes. Man kann es wunderbar auf Böden halten, die für schwere Rinder ungeeignet sind. Es kalbt leicht, ohne dabei auf menschliche Hilfe angewiesen zu sein, und kann ganzjährig im Freien gehalten werden.

Die Hörner des Hochlandrindes sind lang und meistens symmetrisch. Bei den Bullen sind sie kräftig und waagerecht nach vorne gebogen. Bei den Kühen sind die Hörner deutlich länger und weit ausladend nach oben gebogen.

Prachtvoll. Robust. Fruchtbar.

Seit mehr als 150 Jahren wird das Hochlandrind in unveränderter Form gezüchtet – ohne Einkreuzung von fremdem Blut. Dabei eignet sich diese ehemalige Haustierrasse nicht für die moderne Massentierhaltung.

Ursprünglich gab es zwei Rassen: das etwas kleinere schwarze Rind, das auf den Inseln lebte, und das etwas größere rötliche Rind aus den abgelegenen Highlands. Beide Rassen wurden durch Züchtung zusammengeführt, wodurch sie die heute vorherrschende rot-braune Färbung erhielten.

Unkompliziert. Gelassen. Außergewöhnlich.

Die Herde von Hermann Kreuter zählt inzwischen rund 140 Stück und lebt im Familienbund zusammen. Kälber werden nach 10 Monaten aus der Herde genommen und nach Bullen und Rindern getrennt. Erst nach rund zwei Jahren landen die Bullen beim Schlachter – die Rinder bleiben für die Nachzucht auf dem Hof.

Die Bullen Orkan und Aragon sorgen für den Nachwuchs und werden im Herdbuch des Züchterverbandes geführt. Mit Gras, Heu und Silage steht für die Herde eine schlichte aber gesunde Ernährung auf dem Speiseplan. Das Futter wird ausschließlich auf dem 150-Hektar-Hof produziert.

Erstklassig. Lecker. Gesund.

Das Fleisch der Hochlandrinder zeichnet sich durch seine besonders feine Faser sowie seinen äußerst geringen Fettanteil aus. Es ist deutlich ärmer an Cholesterin als herkömmliches Rindfleisch, dafür umso reicher an wertvollen Omega-Fettsäuren.

Die Schlachtung erfolgt aus Qualitätsgründen nur von Ende September bis Mitte Dezember und wird möglichst „stressarm und tiergerecht“ durchgeführt. Das Fleisch wird zur Bio-Metzgerei Lues in Müllenbach gebracht, wo es mindestens zwei Wochen abhängt. Anschließend wird es für den Verkauf portioniert oder zu Wurst verarbeitet. Ob Steak, Braten, Gulasch, Gehacktes, Rouladen oder Suppenfleisch – dieses Fleisch ist immer ein ganz besonderer Genuss.

Ökonomisch. Vielseitig. Fair.

Das ist Bioland – der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. 5800 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen rund 1000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie.

Auch Hermann Kreuter entschied sich für Bioland und sagt damit gleichzeitig nein zu Gentechnik, Massentierhaltung, chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden. Denn die Bioland-Bäuerinnen und Bauern wirtschaften nach Richtlinien, die weit über den gesetzlichen Mindeststandard für Bio-Lebensmittel hinausgehen.

Leidenschaftlich. Naturverbunden. Ehrgeizig.

Das ist Hermann Kreuter, der 2004 eher zufällig durch den Tod seines Vaters zum Biolandwirt wurde. 2008 stellte er mit Dieter Gaber einen ausgebildeten Agrartechniker ein, kaufte Maschinen und gründete noch im selben Jahr ein eigenes landwirtschaftliches Unternehmen.

Die Liebe zu seinen Rindern und der Landwirtschaft ist seitdem stetig gewachsen. In der großindustriellen Landwirtschaft vermisst er jedoch die Achtung vor Natur und Kreatur. Er bevorzugt daher die Produktion von Fleisch „nach einem gewissen Weltbild“.

Nachhaltig. Solide. Liebevoll.

Bei dem Verkauf dieses Fleisches stehen die Tiere und die Natur im Vordergrund. Nachhaltiges Wirtschaften hat hier höhere Priorität als kurzfristige Gewinnmaximierung.

Verkauft wird ab einer Mindestmenge von einem achtel Rind – das entspricht ungefähr 17 bis 20 Kilo Fleisch. Die liebevoll zubereiteten Portionen sind bunt gemischt. Sie umfassen sowohl Filets und Rumpsteaks als auch auch Rouladen, Gehacktes und Beinscheiben. Der Preis liegt bei rund zehn Euro pro Kilo.

Vulkaneifel Wiesen

Hermann Kreuter
Hillesheimer Straße 29
54552 Dreis-Brück

Tel.: 0171 7358635
E-Mail: info@vulkaneifel-wiesen.de